Die Besetzung von „South Pole“

Kirill Petrenko (Foto: Wilfried Hösl)

Generalmusikdirektor Kirill Petrenko übernahm die musikalische Leitung von South Pole und dirigierte damit erstmals in seiner Karriere die Uraufführung einer abendfüllenden Oper. Auch die Wiederaufnahme wird der Generalmusikdirektor leiten.

Kirill Petrenko studierte zunächst Klavier in seiner Heimatstadt Omsk. Nach seiner Übersiedlung nach Österreich studierte er in Wien Dirigieren. Auf ein erstes Engagement an der Wiener Volksoper folgte 1999 seine Berufung als Generalmusikdirektor ans Meininger Theater, wo sein Dirigat von Wagners Der Ring des Nibelungen große internationale Beachtung fand. Von 2002 bis 2007 war er GMD an der Komischen Oper Berlin. Außerdem stand er u.a. am Pult der Wiener Staatsoper, der Semperoper Dresden, der Opéra National de Paris, des Royal Opera House Covent Garden in London und der Metropolitan Opera New York sowie bei den Berliner Philharmonikern, dem Concertgebouworkest Amsterdam und dem Israel Philharmonic Orchestra. Seit Sommer 2013 leitet er den Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen.

Am 1. September 2013 trat Kirill Petrenko sein Amt als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper an und leitete in der Saison 2013/14 die Premieren von Die Frau ohne Schatten, La clemenza di Tito und Die Soldaten. In seiner zweiten Spielzeit folgen die Neuinszenierungen von Lucia di Lammermoor und Lulu sowie u.a. die Wiederaufnahme von Der Ring des Nibelungen.

Kirill Petrenko wurde im Juni 2015 zum zukünftigen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker gewählt; diese Position wird er im Herbst 2019 antreten. In der Spielzeit 2016/17 leitet Kirill Petrenko die Neuinszenierungen von Lady Macbeth von Mzensk und Tannhäuser. Außerdem dirigiert er ein breites Repertoire: Die Meistersinger von Nürnberg, Der Rosenkavalier, South Pole, Die Fledermaus, Die Frau ohne Schatten, sowie drei Akademiekonzerte.


Die Sänger

Thomas Hampson (Foto: Dario Acosta)
Thomas Hampson (Foto: Dario Acosta)
Rolando Villazón
Rolando Villazón

Die beiden Entdecker Robert Falcon Scott und Roald Amundsen, die Anfang des 20. Jahrhunderts darum kämpften, der erste Mensch am Südpol zu sein, werden von Thomas Hampson (Amundsen) und Rolando Villazón (Scott) verkörpert.

Des Weiteren singen u.a. Tara Erraught (Scott’s Frau Kathleen) und Mojca Erdmann („Landlady“, Amundsens Freundin). Die vollständige Besetzung der Wiederaufnahme sehen Sie hier.

Thomas Hampson, geboren in Spokane/Washington, studierte u.a. bei Marietta Coyle und Elisabeth Schwarzkopf. Er debütierte 1981 an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und wechselte von dort nach Zürich, wo seine internationale Karriere begann. Er trat an allen großen internationalen Opernhäusern auf, u.a. in Wien, Paris, London, New York und bei den Salzburger Festspielen. Große Erfolge feierte er zunächst mit Mozart-Partien und in Werken von Bernstein, Rossini, Massenet, Gluck und Wagner, in den vergangenen Jahren in Rollen wie Amonasro (Aida), Giorgio Germont (La traviata) der Titelpartie in Macbeth. Zu seinem Repertoire gehören außerdem Partien wie Mandryka (Arabella), Amfortas (Parsifal) und Iago (Otello) sowie die Titelpartie in Simon Boccanegra. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2015/16: Roald Amundsen (South Pole).

Rolando Villazón studierte Gesang u.a. am Nationalen Musikkonservatorium in Mexiko-Stadt. 1998 wurde er Student des Merola Opera Programms der Oper von San Francisco. Seither gab er Gastspiele u.a. an den Opernhäusern von New York, London, Paris, Los Angeles, Brüssel und Berlin sowie beim Glyndebourne Festival und den Festivals von Bregenz und Salzburg.Sein Repertoire umfasst Partien wie Rodolfo (La bohème), Des Grieux (Manon), Don José (Carmen), Nemorino (L’elisir d’amore), Il Duca di Mantova (Rigoletto), Lenski (Eugen Onegin) und Don Ottavio (Don Giovanni) sowie die Titelpartien in Werther und Les Contes dʼHoffmann. 2011 inszenierte er den Werther an der Opéra National de Lyon, 2012 L’elisir d’amore am Festspielhaus Baden-Baden. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2015/16: Titelpartie in Werther, Robert Falcon Scott (South Pole), Alfredo (La traviata).


Die Inszenierung

Hans Neuenfels (Foto: Monika Rittershaus)
Hans Neuenfels (Foto: Monika Rittershaus)

Die Inszenierung übernahm Hans Neuenfels, der an der Bayerischen Staatsoper schon Giovanni Simone Mayrs Medea in Corinto und zuletzt Giacomo Puccinis Manon Lescaut inszeniert hat.

Hans Neuenfels wurde in Krefeld geboren und erhielt seine Schauspiel- und Regieausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Erste Stationen als Regisseur waren die Schauspielhäuser in Heidelberg, Stuttgart und Frankfurt. Von 1986 bis 1990 war er Intendant der Freien Volksbühne in Berlin. Seit 1974 führt er auch Opernregie. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählen Il trovatore (Nürnberg und Berlin), Macbeth und Aida (Frankfurt), La forza del destino, Rigoletto, und Die Soldaten (Deutsche Oper Berlin), die Uraufführung von Adriana Hölszkys Die Wände (Wiener Festwochen), Le prophète (Wiener Staatsoper), Die Entführung aus dem Serail (Stuttgart), Lady Macbeth von Mzensk, La traviata (Komische Oper Berlin) sowie in Koproduktion mit der Ruhrtriennale sein Stück Schumann, Schubert und der Schnee in der arena Berlin. 2005 und 2008 wurde er von der Zeitschrift Opernwelt zum Regisseur des Jahres gewählt.